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Für eine gerechte und starke israelische Gesellschaft

publiziert am 27. September 2011

 

Der New Israel Fund – für eine gerechte und starke israelische Gesellschaft

Wir sind die führende Organisation, welche sich für Gleichberechtigung und Demokratie für alle Israeli einsetzt.

Wir sind alteingesessene Israeli und Emigranten. Aschkenasim, Misrachim und palästinensische Israeli. Säkulare, traditionelle und religiöse Israeli; Alte und Junge, Heterosexuelle und LBGT; Juden, Christen und Muslime.

Wir sind eine Partnerschaft von Israeli und weltweiten Anhängern von Israel, welche sich einer Vision von Israel als jüdisches Heimatland und als Gesellschaft in Frieden mit sich selbst und seinen Nachbarn hingegeben haben. Der New Israel Fund (NIF) hat sich zum Ziel gesetzt, für die Prinzipien der Gründer von Israel einzustehen, das heisst für die Gleichberechtigung für alle und ein Zusammenleben des jüdischen Volkes mit Gründung einer diversifizierten, pluralistischen Gesellschaft.

 

Shatil
Das Ausbildungszentrum des NIF

Shatil (hebräisch für «Setzling») ist das wichtigste und wirkungsvollste Instrument des NIF. Das Ausbildungszentrum des New Israel Fund wurde 1982 gegründet. Shatil berät und schult jährlich über 1000 Nichtregierungsorganisationen.

Dabei stehen Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Umgang mit Medien und Public Relations im Mittelpunkt. Auch hat Shatil geholfen, neue Nichtregierungsorganisationen in bisher vernachlässigten Bereichen wie Umweltschutz und Gleichstellung neuer Einwanderer und israelischer Araber ins Leben zu rufen. Indem Shatil ausbildet und berät, verhilft der NIF benachteiligten Menschen, sich mit den eigenen Kräften für ihre Rechte einzusetzen. Diese Organisation stärkt damit Israels Demokratie.

Niederlassungen von Shatil finden sich in Haifa, Rosh Pina, Beersheva, Baka el-Garbiya, Lod und Jerusalem. Der multikulturelle Mitarbeiterstab von Shatil widerspiegelt die Vielfalt der israelischen Gesellschaft, was eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit darstellt.

 

Die Rolle von Shatil im
aktuellen israelischen Zeltprotest

Es hat lange gedauert.

«Das Volk! – verlangt! – soziale Gerechtigkeit!» Der rhythmische, berührende Ruf Hunderttausender Israeli aus allen Schichten ertönt in allen Medien. Am 3. September, Samstagnacht, nahmen 400 000 Menschen an Massenprotesten im ganzen Land teil – und täglich entstehen neue Kundgebungen und Zeltstädte. Endlich erhebt sich das israelische Volk für seine Rechte und drückt seinen Wunsch nach einer gerechteren und fairen Gesellschaft aus – eine Forderung, die der NIF und Shatil seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützen.

Wir bei Shatil und NIF sind so bewegt vom spontanen Ausdruck von Aktivismus und Solidarität wie alle anderen, die sich für soziale Veränderungen einsetzen. «Es fühlt sich an wie ein Traum», sagte ein Mitarbeiter von Shatil und drückte damit die Gefühle vieler aus. Shatil-Berater arbeiten in Zeltstädten im ganzen Land, von Nahariya im Norden bis nach Ashdod im Süden: Wir hören zu, geben Ratschläge, helfen beim Verfassen von Verlautbarungen und leiten Trainingssitzungen mit dem Ziel, die spezifischen Bedürfnisse der Protestierenden zu erfüllen. Wir bauen Beziehungsnetze auf und helfen Partnerschaften bilden zwischen den neuen Aktivisten und denjenigen innerhalb der israelischen Bewegung des sozialen Wandels, die sich seit Jahren für bezahlbaren Wohnraum, ein soziales Gesundheitswesen und gerechte Bildungschancen einsetzen und die den Staat wieder in die Pflicht nehmen wollen, die Verantwortung für das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger zu übernehmen. Wir bemühen uns, Vertreter aller Zeltstädte zusammenzubringen, um Entscheidungen zu fällen.

Aufgrund von Gesprächen mit Dutzenden von Protestierenden im ganzen Land kreierten Mitarbeiter von Shatil rasch ein benutzerfreundliches Handbuch für alles, was mit der Bewegung zu tun hat: Wie man ein Zeltlager aufbaut und betreibt, wie man mit den Medien umgeht und vieles mehr. Der «Zeltlager-Kampagnen-Führer», der in Zusammenarbeit mit den Anführern des Protestes, der Vereinigung für Zivilrechte in Israel, der Koalition für erschwinglichen Wohnraum und der
Bewegung für Leben und Gleichheit produziert wurde, wird im ganzen Land verteilt. Ein regelmässiges Update ist online erhältlich unter www.Shatil.org.il/english/
Shatil-israel-new-awakening.

 

Wie allgemein bekannt, wurde der grosse Protest von jungen Erwachsenen der Mittelklasse lanciert. Eine unserer Herausforderungen war es, die erstaunlichen Energien der Strasse der «ersten erfolgreichen Revolution, irgendwo in der Welt, gegen ein erfolgreiches neoliberales Regime» (Michael Waltzer) für eine fortgesetzte Arbeit des sozialen Wandels zu nutzen. Ein Ziel unsere Aktivität war, zusätzliche potenzielle Anhänger mit den laufenden Bemühungen zu verknüpfen – vor allem unter den unterprivilegierten Neueinwanderern. Ebenso engagieren wir uns darin, die Protestierenden mit Sozialökonomen und anderen Vordenkern in Verbindung zu bringen, um ein gemeinsames Programm zu erarbeiten. Andere Ziele beinhalten:

Äthiopische Israeli wurden für die Kundgebungen im ganzen Land, einschliesslich der Massendemonstration in Tel Aviv, mobilisiert. Ein Teil des Erfolgs geht auf das Konto von Rachamim Melako, Gideon Ambay und weiteren Shatil-Mitarbeitern, die lange zuvor ihre Gemeinschaft mobilisiert hatten in der Bemühung, erschwinglichen Wohnraum voranzutreiben. Zusammen mit der Vereinigung für äthiopische Juden in Israel und Tebeka bringen sie äthiopische Israeli in Kontakt mit den Protestierenden und unterstützen und ermutigen diejenigen, die sich den Protesten anschliessen.
Lange vor den Protesten geplant, findet jetzt eine durch den NIF finanzierte Shatil-Konferenz über erschwinglichen Wohnraum in Ashdod statt. Shatil will dort seine Arbeit mit den neuen lokalen Leadern zur Förderung bezahlbaren Wohnraums intensivieren. Die Bürgermeisterin Miri Regev und eine Anzahl Fachleute nehmen an der Konferenz teil.
Mit der Unterstützung von Shatil und NIF haben 150 russisch sprechende Immigrantinnen und Immigranten, viele von ihnen Rentner und zum ersten Mal in ihrem Leben an einer Demonstration, eine Kundgebung in der Knesset mit Zippi Livni, der Präsidentin der Kadima-Partei, und anderen Knessetabgeordneten durchgeführt. Die Veranstaltung fand in den Medien grosse Beachtung. «Einwanderer aus den GUS-Staaten leiden überdurchschnittlich oft unter Armut und Marginalisierung. Darum war es so wichtig, dass unsere Stimme gehört wurde», sagte Polina Rubchinsky von Shatil.
Die Organisationsberaterinnen und -berater von Shatil beenden eine weitere Woche, in der sie in Zeltlagern wohnen, dort eins zu eins Beratung erteilen, Diskussionen moderieren und Workshops geben, in denen sie die Zusammenarbeit in den Zeltlagern und mit anderen Partnern stärken helfen.

Shatil hat seit Langem die Samen für den engagierten Protest gegen Israels soziales und wirtschaftliches Gefälle gesät. Shatil wird weiterhin die wachsende Zahl von Israeli, die entschlossen sind, ein gerechteres und faires Israel zu formen, unterstützen, ermutigen und stärken.

 

Rosch Haschana steht vor der Tür. Unterstützen Sie mit einer Spende den NIF bei seiner Arbeit
für Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und religiösen Pluralismus!

 

Der NIF wünscht Ihnen Schona Towa und schöne Feiertage!