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Shatil: Das Ausbildungszentrum des NIF

SHATIL (hebräisch für Setzling) ist das wichtigste und wirkungsvollste Instrument des NIF. Das Ausbildungszentrum des New Israel Fund 1982 gegründet. SHATIL berät und schult jährlich über Tausend Nichtregierungsorganisationen.

Dabei stehen Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Umgang mit Medien und Public Relations im Mittelpunkt. Auch hat SHATIL geholfen, neue Nichtregierungsorganisationen in bisher vernachlässigten Bereichen wie Umweltschutz und Gleichstellung neuer Einwanderer und israelischer Araber ins Leben zu rufen. Indem SHATIL ausbildet und berät, verhilft der NIF benachteiligten Menschen, sich mit den eigenen Kräften für ihre Rechte einzusetzen. Diese Organisation stärkt damit Israels Demokratie.

Niederlassungen von SHATIL finden sich in Haifa, Rosh Pina, Beer-Sheva, Baka El-Garbiya, Lod und Jerusalem. Der multikulturelle Mitarbeiterstab von SHATIL spiegelt die Vielfalt der israelischen Gesellschaft wider was eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit darstellt.

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SHATIL – Schulungszentrum für Organisationen des sozialen Wandels

Die Herausforderung
Israel kämpft ständig darum, die Bedürfnisse seiner verschiedenen  Bevölkerungs-gruppen zu erfüllen, während es gleichzeitig mit bedrohter Sicherheit, tiefer politischer und sozialer Spaltung sowie oekonomischen Problemen konfroniert ist. Doch nimmt die Erkenntnis zu, dass der Staat nicht immer auf die legitimen Bedürfnisse seiner Bürger eingeht und dass die Verwaltung alleine nicht alle sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen bewältigen kann.

Die Zivilgesellschaft ist zur Führerin der Benachteiligten geworden. Aber NGOs, die sich um diese Bedürfnisse kümmern, brauchen in ihrer Rolle Unterstützung, da viele sehr beschränkte Ressourcen für Schulung und Entwicklung haben. Diese Unterstützung gibt Shatil.

Antwort des NIF
1982 gründete der NIF als Ergänzung zu seinen Zuwendungsprozess SHATIL (hebräisch „Sprössling). SHATIL stärkt die Führerschaft und Gruppenaktivitäten von Bürgern, indem es non-Profit Organisationen technische und professionelle Hilfe anbietet und dadurch sozialen Wandel verstärkt.

SHATIL  arbeitet, indem es
– die Effizienz von Organisationen des sozialen Wandles durch professionelle Führung und Schulung erhöht
– einen Korps von Führungskräften des sozialen Wandels in benachteiligten Bevölkerungsgruppen aufbaut
– Organisationen mobilisiert, um Gesetze und politische Praxis durchzusetzen in den Bereichen sozioökonomische Gerechtigkeit, Menschenrechte, Toleranz und religiöser Pluralismus, Umweltsrecht, Frauenrechte und verantwortliche Verwaltung.

(SHATIL hat sich zu einer der stärksten Kräfte Israels für sozialen wandel entwickelt, indem es immer breiteren Bevölkerungsegmenten zu wendet und denen an der geographiscehn und sozialen Peripherie die Gelegenheit gibt, sich am demokratischen Prozess zu beteiligen)

SHATIL hat auch ausserhalb Israels Anerkennung erworben: 2005 erhielt es von der UNO den „Spezialstatus“ als NGO für ihre Arbeit.

Die Strategie
Der NIF investiert jährlich über 3 Millionen CHF in die direkten Aktivitäten der sechs  Büros von Shatil in Jerusalem, Haifa, Beer Sheva, Lod, Kiriat Schmona (neu) und dem „Dreieck“ (vorwiegend von Arabern bewohntes Gebiet nahe Natanja). Dazu kommen noch thematische Projekte, die von Shatil betrieben, aber von verschiedenen Stiftungen finanziert werden.

– Direktes professionelle Schulung und Organisationsentwicklung (OE) für jährlich über  1000 Organisationen, sowohl für „Grantees“ (Organisationen die Zuwendungen erhalten) als auch andere Organisationen, die sozialen Wandel in der Gesellschaft bewirken.
– 120 Kurse und Seminare / Jahr entweder in NIF-spezifischen strategischen Themen wie z.B. religiöser Pluralismus, wirtschaftliche Entwicklung, Bürgerrechte oder für spezifische Gruppen (Neueinwanderer, Araber).
– Aufbau von Koalitionen: Unterschiedliche Organisationen von Basisgruppen bis zu professionellen AktivisteInnen sollen  für ein gemeinsames Thema zusammen arbeiten. Dies kann von individueller Beratung bis zu aktiver Mediation reichen.
– Entwicklung von Führungsqualitäten bei einem breiten Spektrum von bereits etablierten und beginnenden Führungspersönlichkeiten.

Praktische Erfolge

Durchbringen und Durchsetzen von Gesetzen z.B. in den Bereichen Bildung, Behindertenrechte, wirtschaftliche Rechte, Diskriminierung und Informationsfreiheit.

Gründung von Basis-Frauengruppen am Rande der Gesellschaft wie z.B. Aethiopierinnen, Araberinnen, Beduininnen, Russischen Emigrantinnen, Alleinerziehende und Orthodoxe Jüdinnen.
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Verbesserung der Bildung und Dienste für Jugendliche in vernachlässigten Gruppen durch Stärkung von Elternkomitees, erhöhte öffentliche Gelder und Entwicklung von jugendlichen Führungskräften.

Ermöglichen von Zugang zu öffentlichen Geldern für non-profits für Dutzende von Randgruppen durch Analyse des Staatsbudgets und Schulung der betreffenden Gruppen im Beantragen von Geldern, auf die sie Anrecht haben.