.jpg)

Mikhael Manekin und Ravit Hecht
Das gespaltene Land nach den Wahlen: Welche Brücken tragen in die Zukunft?
Sonntag, 15. November 2026
16.00 - 18.30 (CH-Zeit)
Ort: Zürich
In einer Zeit tiefer politischer und gesellschaftlicher Spannungen steht Israel vor entscheidenden Wahlen. Die Kriege und die anhaltende humanitäre Krise in Gaza, die zunehmende Gewalt im Westjordanland, die Auseinandersetzungen um die Zukunft der israelischen Demokratie, das Verhältnis zwischen Religion und Staat und die wachsende Polarisierung zwischen unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft prägen das Land.
Die bevorstehenden Wahlen werden deshalb weit mehr als eine Entscheidung über politische Mehrheiten sein: sie werden zeigen, welche Vorstellungen von Israels Zukunft Rückhalt in der Bevölkerung finden und in welche Richtung sich das Land entwickelt. Und sie werden auch direkte Auswirkungen auf uns in der Diaspora haben.
Wenn wir uns im November zu unserem Jahresanlass treffen, wird das Wahlergebnis feststehen. Doch was wird es für die Zukunft des Landes und den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeuten? Werden sich die bestehenden Gräben weiter vertiefen oder entstehen neue Möglichkeiten zur Verständigung? Welche Brücken können in einem gespaltenen Israel in die Zukunft tragen?
Wir haben zwei ausgewiesene Persönlichkeiten eingeladen, die die Bedeutung dieser Wahlen aus unterschiedlichen Perspektiven einordnen und mit uns über mögliche Wege in die Zukunft diskutieren werden.
Ravit Hecht
Ravit Hecht spricht in ihrem Input-Referat über «After the Vote: Making Democracy Credible Again». Hecht ist Mitglied des Editorial Board von Haaretz, leitende politische Analystin und Interviewerin der Zeitung sowie Gastgeberin des Haaretz-Podcasts Holchim LeBechirot («Going to Elections»). Zudem schreibt sie eine Kapitalmarktkolumne für TheMarker.
Rabbiner Mikhael Manekin
Rabbiner Mikhael Manekin widmet sich in seinem Input-Referat dem Thema «A Hidden Reservoir: Religious Israelis and the Path to Peace». Manekin ist Direktor der Alliance for Israel’s Future und Mitbegründer sowie einer der führenden Köpfe von Smol Emuni (Faithful Left), einer wachsenden Bewegung, die eine religiös verwurzelte israelische Linke entwickeln will. Zuvor war er Geschäftsführer von Breaking the Silence und Direktor von Molad, dem Center for the Renewal of Israeli Democracy. Seit mehr als zwei Jahrzehnten engagiert er sich in der israelischen Zivilgesellschaft, insbesondere zu Fragen der Demokratie, der jüdisch-arabischen Beziehungen und des Verhältnisses zwischen jüdischer Tradition und politischem Leben.