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Wie weiter? Wege zu einer demokratischen und friedlichen Zukunft Israels

Herbstanlass des NIF Schweiz im November 2024

Mit Kholod Idres von Sikkuy-Aufoq, Reut Mor von Citizens' HQ, Yuli (Yael) Tamir von Beit Berl College und Meni Mautner emer. Rechtsprofessor.

Moderation: Netta Ahituv von Haaretz

In ihren Referaten beschrieben alle drei Frauen wie sich die Fronten in Israel in vielen Hinsichten verhärtet haben, wie die israelischen Medien keine Bilder aus Gaza zeigen, nicht über die gewaltsamen Übergriffe von Siedlern in der Westbank berichten und wie Mitglieder der Regierung jeglichen Ausdruck der Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Gaza als Terrorismusunterstützung anprangern. Auch das Thema der Geiseln wird immer stärker politisiert und Angehörige werden von Regierungsmitgliedern verunglimpft.

Kholod Idres berichtete als Vertreterin der palästinensischen Minderheit in Israel über die «doppelte Unsicherheit», die die palästinensischen Bürger:innen Israels fühlen. Einerseits fehlte es in ihren Ortschaften im Norden und Süden des Landes an öffentlichen Schutzräumen, und andererseits hätten sie oft Angst, sich in der Öffentlichkeit als arabische Personen erkennbar zu machen und Arabisch zu sprechen. Seit dem 7. Oktober 2023 werden Palästinenser:innen in Israel noch mehr als vorher von der Regierung systematisch entrechtet und als interne Feinde gebrandmarkt, so Kholod.

Ähnliches hat Yuli Tamir an der von ihr geleiteten Fachhochschule Beit Berl nach dem 7. Oktober 2023 beobachtet: Palästinensische Student:innen haben sich von den jüdischen Reservisten, die mit der Waffe zur Schule kamen, bedroht gefühlt, und jüdische Student:innen empfanden palästinensische Student:innen, die sich auf Arabisch unterhielten, als Bedrohung. Mit vielen Versammlungen und Gesprächen, und dem Bekenntnis zur Toleranz und der gleichzeitigen Anerkennung der Ängste konnten Eskalationen vermieden werden.

Reut Mor berichtete über die tatkräftige Unterstützung der Familien der Geiseln und der zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich für deren Rückkehr einsetzen, durch den NIF. Sie betonte, wie wichtig die Mobilisierung der israelischen Zivilgesellschaft für die Demokratie und den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft sei. In Jaffa, wo sie lebt, wirkten Treffen und Gespräche der gemischten Bevölkerung ebenfalls deeskalierend.

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